Erntbar ist gestartet: Über 1.000 Nutzer, ein ORF-Dreh und ganz viel Rückenwind
Am 1. Juli haben wir Erntbar freigeschaltet, und seitdem ist kein Tag wie der andere. Ein ORF-Team im Gemüsegarten, Beiträge auf Ö3 und Antenne Steiermark, über 1.000 Nutzer und die ersten Übergaben am Gartenzaun. Zeit für einen Rückblick und ein großes Danke.

Es gibt Tage, die vergisst man nicht. Der 1. Juli gehört für uns ab jetzt dazu. Nach fast eineinhalb Jahren Arbeit haben wir an diesem Vormittag auf den Knopf gedrückt, und plötzlich war Erntbar offiziell da, im App Store, bei Google Play und im Browser. Als ganzes Team saßen wir vor unseren Bildschirmen, halb stolz, halb nervös, und haben uns dieselbe Frage gestellt, die sich wohl jedes Gründerteam stellt. Wird das da draußen jemanden interessieren?
Heute, gut drei Wochen später, kennen wir die Antwort. Sie kam schneller und lauter, als wir es uns in unseren optimistischsten Momenten ausgemalt hätten. Sie kam in Form von vollen Erntekisten auf der Karte, unzähligen Nachrichten aus der Community, Anrufen von Bekannten, die uns zufällig im Radio gehört hatten, und einem Fernsehteam in einem Gemüsegarten in Hart bei Graz.
Ein ORF-Dreh im Gemüsegarten
Anfang Juli stand plötzlich ein Kamerateam des ORF im Garten von Karl Raggam in Hart bei Graz. Der leidenschaftliche Gärtner kennt das Problem, um das sich bei Erntbar alles dreht. Phasenweise wachsen Zucchini, Salat und Melanzani schneller nach, als man sie verarbeiten kann. „Steiermark heute“ hat seine Geschichte erzählt, und am Ende des Beitrags hat sein übervoller Gemüsekorb tatsächlich eine Abnehmerin gefunden. Genau für solche Momente haben wir Erntbar gebaut. Sie dann im Fernsehen zu sehen, war ein Gänsehautmoment.
In derselben Woche liefen Beiträge in den Ö3-Nachrichten, auf Radio Steiermark und auf Antenne Steiermark. MeinBezirk und das Magazin 5komma5sinne haben ausführlich über unsere Idee geschrieben. Auf einmal erzählten uns Leute, sie hätten von Erntbar zuerst aus dem Radio erfahren und nicht von uns persönlich.
Wir sind kein Marktplatz, sondern eine Plattform, die Überschüsse und Direktvermarkter sichtbar macht. Für private Nutzer ist Erntbar zu 100 Prozent kostenlos. Das Ganze ist ein sozialökologisches Projekt.
So hat es Marco in einem der Interviews formuliert, und dieses Versprechen bleibt. Daran ändert auch der beste Start nichts.
Drei Wochen Erntbar in Zahlen
Natürlich schauen wir auch auf die Zahlen. Und die haben unsere Erwartungen für den ersten Monat schon nach wenigen Tagen überholt:
- Über 1.000 Nutzer haben sich seit dem Start registriert und suchen, teilen und entdecken auf unserer Karte.
- Tausende Downloads zählt die App inzwischen im App Store und bei Google Play.
- Mehr als 100 Angebote wurden bereits eingestellt, von Zucchini über Marillen und frische Eier bis zu selbstgemachter Marmelade.
- Viele Hofläden aus der ganzen Steiermark sind auf der Karte vertreten, und es werden laufend mehr.
- Zehntausende Male wurden Karte und Angebote seit dem 1. Juli aufgerufen.
- Hunderte Chat-Nachrichten später haben die ersten Übergaben am Gartenzaun stattgefunden.
Für einen Konzern wären das Fußnoten. Für uns bedeuten sie die Welt. Hinter jeder Registrierung steht ein Mensch, der unserer Idee eine Chance gibt. Gute Ernte aus der Region soll nicht am Kompost landen, wenn zwei Straßen weiter jemand genau danach sucht.
Die große Erntezeit kommt erst
Das Schönste an diesen ersten Wochen ist der Zeitpunkt. Denn die Hauptsaison steht uns erst bevor. Wenn im August und September Äpfel, Zwetschken und Kürbisse reif werden, hängen die Bäume und Beete in der Steiermark wieder übervoll. Heuer gibt es zum ersten Mal eine Karte, auf der all das einen Platz findet, bevor es verdirbt.
Wir arbeiten deshalb laufend weiter an der App. Vieles davon geht direkt auf euer Feedback zurück, das uns täglich erreicht, und genau so soll es bleiben. Und wenn du außerhalb der Steiermark wohnst, kannst du dich in der App für deine Region vormerken, damit du es als Erster erfährst, wenn Erntbar zu dir kommt.
Danke
Bleibt das Wichtigste. Danke an alle, die Erntbar in den ersten drei Wochen ausprobiert, weiterempfohlen und mit Leben gefüllt haben. Danke an die Hofläden, die uns von Anfang an vertraut haben. Danke an die Redaktionen von ORF, Ö3, Antenne Steiermark, MeinBezirk und 5komma5sinne, die unsere Idee weitergetragen haben. Und danke an unsere Familien und Freunde, die uns in den vergangenen eineinhalb Jahren tatkräftig unterstützt haben.
Falls du Erntbar noch nicht kennst, findest du die App kostenlos im App Store, bei Google Play und direkt im Browser. Und wenn bei dir gerade mehr wächst, als du essen kannst, weißt du ja, was zu tun ist. Ein Foto genügt. Regional denken. Gemeinsam handeln.
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